Bläschen auf der Zunge




Jeder kennt die kleinen Biester auf der Zunge und jeder hat sich über den schmerzhaften Besuch schon mal richtig geärgert. Die Rede ist von kleinen Bläschen auf der Zunge. Die Entstehung solcher Bläschen kann grundsätzlich ganz unterschiedliche Hintergründe haben.

Bei vielen Menschen sind diese lästigen Bläschen ein Vorbote für eine Erkältung oder eine Virusinfektion. Durch mangelnde Mundhygiene können sich ebenfalls Bakterien auf der Zunge bilden. Die Bakterien entzünden sich dabei und verursachen Bläschen und Reizungen die besonders schmerzvoll sind. Der medizinische Ausdruck für diese Bläschen lautet Aphten.

Aphten sind nichts anderes als Defekte der Mundschleimhaut. So können sich diese Aphten an der Wange, am Gaumen oder auf der Zunge bilden. Eine Behandlung ist meist nicht nötig, da sie von selbst wieder zurückgehen. Bei starken Schmerzen empfiehlt sich ein betäubendes Naturheilmittel wie Nelkenöl oder Salbeitee. In der Apotheke gibt es für diese Erkrankungen spezielle Mittel, die allesamt auf natürlicher Basis hergestellt sind.

Wenn man von so einer nervenden Blase betroffen ist, sollte man dringend davon absehen, die Blase mit einer Nadel oder ähnlichem aufzustechen. Die Zunge beinhaltet hoch empfindliche Nerven - bei Piercings kam es deshalb auch schon häufiger vor, dass Teile des Gesichts nach dem Piercing für immer gelähmt waren.

Die Schmerzen verstärken sich beim Essen und Trinken. Beachten Sie jedoch, dass weniger Essen oder Trinken auch nicht die richtige Lösung ist. In diesem Fall muss man einfach wie sprichwörtlich auf die Zähne beißen.

Damit solche Erkrankungen nicht in großer Regelmäßigkeit auftreten, empfiehlt sich eine akribische Mundpflege mit Mundwasser und einem speziellen Zungenreiniger. Der Zungenreiniger putzt dabei die oberste Schicht auf der Zunge ab und entfernt damit die schädlichen Bakterien. Das Mundwasser kommt auch in die entlegenen Ecken und desinfiziert den Mund. Sollte die Erkrankung schon ausgebrochen sein, so sollte der Mund auch häufiger am Tag desinfiziert werden.

Bei besonders hartnäckigen Erkrankungen hält die Apotheke auch stärkere Mittel bereit. Teilweise sind diese mit Chlor versetzt. Mit diesen Mundspülungen sollte allerdings nur im Krankheitsfall gespült werden oder später mit einer Verdünnung. Das Mundwasser ist so aggressiv, dass auch gesundes Zahnfleisch von dem Mittel angegriffen und geschwächt wird.

Wie jeder Einzelne mit diesem Ballast umgeht, liegt am Betroffenen selbst. Ein generelles Heilmittel gibt es nicht, genauso wie eine eindeutige Erklärung der Erkrankung. Die beste Medizin ist das Durchhaltevermögen. In der Regel sind die Blasen nach einem Tag wieder verschwunden und zwar so, dass man nicht mal mehr die ursprünglich davon betroffene Stelle erfühlen kann.


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