Knie knacken
Knacken in den Kniegelenken beim Treppensteigen oder aus
sitzender Haltung aufstehen sind Hinweise auf ein ernstzunehmendes
orthopädisches Problem.
Schmerzhafte Beschwerden bleiben nicht immer aus. Krepitationen
heißt der Begriff, mit dem Schabe- und
Knackgeräusche umschrieben werden.
Die persönliche Diagnose ist rasch gestellt. Wessen Knie laut
knackt, der spürt es nicht nur, sondern hört es.
Untersuchungen in der fachärztlichen Praxis in Verbindung mit
so genannten Bildgebenden Verfahren (wie zum Beispiel
Magnet-Resonanz-Tomographie) geben Aufschluss über die
Ursachen dieser Beschwerden.
Eine mögliche Ursache ist Gewalteinwirkung durch
einen Sturz oder ähnliches, bei der eine innere Verletzung
entsteht. Ob es sich dabei um eine Mensikusruptur, eine Gelenkmaus aus
einem Knochenstückchen oder wie auch immer handelt stellt sich
dann heraus.
Die Frage nach der Behandlung ist in diesem Falle rasch beantwortet:
Ein operativer Eingriff in Form einer endoskopischen Gelenkspiegelung
etwa löst das Problem. Spezielle arthrosopische Werkzeuge wie
Miniaturzangen und ähnliches werden durch eine Kanüle
in das beschädigte Kniegelenk eingeführt, der
Operateur verfolgt das Geschehen durch eine Optik und steuert die
Werkzeuge von außen. Dabei handelt es sich um eine teils
Laserunterstützte Methode, die keine unschönen Narben
sondern nur kleine verheilte Einschnitte hinterlässt.
Andere Ursachen dieser lästigen Beschwerden finden
sich zu einem hohen Prozentsatz an verschlissenem Knorpel, der bis zu
einer so genannten Knorpelglatze hin abgelaufen ist. Dieses Bild ist
wörtlich gemeint, erinnert im übertragenen Sinn an
eine Schädelglatze. Mit dem Unterschied allerdings, das quasi
der Knorpel ausgefallen ist, sich nur noch die
Knochenoberfläche deutlich zeigt.
Verschleiß signalisiert in diesem Zusammenhang nicht nur das
Nichtvorhandensein von Knorpelmasse, sondern als Vorstufe deren massive
Beschädigung. Die Abstände zwischen den Gelenkknochen
verringern sich, sodass Knochen auf Knochen reibt. Und schmerzt. Der
gesamte Gelenkinnenraum wird nicht richtig mit Gelenkschmiere
ausgestattet, am beschädigten Knorpel bilden sich regelrechte
Fasern.
Diese Ursachen
können sein:
Arthrose, Chondropatia patella und Chondromalazie auseinandersetzen.Es
handelt sich hierbei nicht ausschließlich um eine
Alterserscheinung.
Operative Behandlungsmethoden werden häufig
empfohlen, sind jedoch nicht immer das Mittel der Wahl. Bewegung wie
Wandern, Radfahren, Physiotherapie und auch Bewegung ohne Belastung des
betroffenen Knies ist das Ah und Oh. Die Beweglichkeit des Gelenkes
muss auf jeden Fall erhalten bleiben. Vorteile davon sind nicht nur
Kräftigung der Muskulatur, sondern Förderung der
Durchblutung des Gelenkinnenraumes sowie des Knorpels, der sich ohne
adäquate Belastung weder nährt noch aufbaut.
Schmerzen werden reduziert. Nahrungsergänzungsmittel und
Genüsse mediterraner Küche sowie Gewichtsreduktion
tragen zu einer maßgeblichen positiven Steigerung der
Befindlichkeit bei.
Die Pharmaindustrie empfiehlt Medikamente und Lösungen zur
direkten Injektion. Akupunktur und Stressabbau tun ihr übriges.
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