Leberwerte senken



Bei jedem Routinecheck beim Hausarzt wird Blut abgenommen und dann unter anderem auch die Leberwerte ermittelt. Die Nachricht über erhöhte oder gar schlechte Leberwerte ist zunächst einmal erschreckend. Die Folge sind zahlreiche Untersuchungen, denn es gilt in erster Linie den Grund für die negativen Werte zu finden, um im Anschluss eine optimale Therapieform wählen zu können.

Erhöhte Leberwerte geben leider kaum Auskunft darüber, was im Körper eigentlich los ist, sie zeigen lediglich an, dass etwas passiert. Stirbt eine Leberzelle, gelangt ihr Inhalt ins Blut und kann dort nachgewiesen werden.

Zunächst wird der Arzt mit dem Patienten über jetzige sowie vorangegangene Krankheiten, eingenommene Medikamente, den Alkoholkonsum, enorme Gewichtsveränderungen und Risikofaktoren für die Ansteckung mit Hepatitis-Viren sprechen.

Dem folgt eine eingehende Untersuchung und zahlreiche Bluttests, mit denen die häufigsten chronischen Lebererkrankungen gesucht und gegebenenfalls ausgeschlossen werden können. Alarmierende Leberwerte werden hervorgerufen durch Infektionen mit Hepatitisviren, durch eine bestehende Kupferspeicherkrankheit, durch immunologische Erkrankungen, durch Störungen des Feststoffwechsels und aufgrund von Erbkrankheiten.

Um die Schwere des Leberschadens zu analysieren, werden Ultraschalluntersuchungen vorgenommen. Im Zweifelsfall wird eine Gewebeprobe entnommen und eingehender untersucht.

Grundsätzlich gibt es kein Allheilmittel gegen Erkrankungen der Leber, jedoch gibt es sehr viel Therapiemöglichkeiten. Hepatitis C wird derzeit ausschließlich mit Medikamenten behandelt, die das Immunsystem gegen das Virus anregen.

Liegt die Lebererkrankung an der Übergewichtigkeit des Patienten, erfolgt eine Umstellung der Ernährung. Ganz gleich welche Ursache der Lebererkrankung zugrunde liegt, Betroffene sollten in jedem Fall alles vermeiden, was die Leber zusätzlich belastet. Hierzu gehört vor allem der Verzicht auf Alkohol und auch auf das Rauchen.


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