Nachbrenneffekt
Der Nachbrenneffekt ist eine physiologische Reaktion des menschlichen
Körpers auf starke und intensive körperliche
Belastung.
Relevant wird er also insbesondere bei fordernden sportlichen
Aktivitäten - wie insbesondere dem Krafttraining
- aber ebenso auch bei langwierigen ausdauernden Belastungen, zum
Beispiel während des Joggens.
Bei solchen intensiven Aktivitäten verbraucht der
Körper mehr Kalorien
- die grundsätzliche Energiequelle des menschlichen Organismus
-
als ihm aus der normalen Aufnahme durch Nahrung zur Verfügung
steht. Um seinen - aufgrund der intensiven sportlichen Belastung
deutlich erhöhten - Energiebedarf zu stillen, greift der
Organismus nunmehr auf die Fettreserven des Körpers als
Energiequelle zurück.
Dieser Effekt tritt in der Folge bereits während der
sportlichen
Aktivität ein, zieht sich aber bis nach dem Sport hinaus,
sodass
von der Nachverbrennung gesprochen wird. Die genaue Dauer des
Nachbrenneffekts ist dabei in der Wissenschaft umstritten und kann
schon aufgrund der reinen Typabhängigkeit solcher
physiologischer
Phänomene nicht genau bestimmt werden. Sicher ist jedenfalls,
dass
der Nachbrenneffekt noch bis zu einer halben Stunde nach der
sportlichen Aktivität messbar ist. Deshalb ist aus
Gründen
der Praktikabilität davon auszugehen, dass der Nachbrenneffekt
zwischen einer halben und einer dreiviertel Stunde nach dem Sport
anhält.
Somit kann der Nachbrenneffekt zunächst zur Gewichtsreduktion
eingesetzt werden, denn die Nachverbrennung nach dem Training kann in
der gesamten Kalorienbilanz ein beachtlicher Posten sein und insgesamt
durchaus zur effektiven Fettverbrennung beitragen. Durch den
Nachbrenneffekt verlängert sich die Phase der Fettverbrennung
um
einen beachtlichen Zeitraum.
Dabei muss der Sportler lediglich bedenken, dass eine Kalorienzufuhr
nach dem Training den Nachbrenneffekt vollständig beseitigt.
Denn
in diesem Fall muss der Körper nicht mehr auf - die als
"Notreserven" gedachten - Fettreserven zurückgreifen, sondern
kann
seinen Energiebedarf aus den zugeführten Kalorien decken. Ist
das
Ziel des Sportlers also die Fettreduktion, ist es ratsam, zumindest
eine halbe Stunde nach der sportlichen Aktivität keine Nahrung
zu
konsumieren.
Ist dies im Einzelfall nicht möglich, sollte auf Kohlenhydrate
verzichtet werden.
Des Weiteren ist es aber für Sportler, deren Ziel nicht die
Gewichtsreduktion ist, entscheidend dem Nachbrenneffekt
entgegenzuwirken. Der Grund liegt darin, dass der
Körper nicht nur Fett verbrennt, sondern stets auch
Muskel.
Ist das Ziel des Sportlers also etwa der Aufbau von Muskelmasse oder
Kondition, wirkt der Nachbrenneffekt nachteilig und muss entsprechend
beseitigt werden.
Dies geschieht bestenfalls durch die Zufuhr von kurzkettigen
Kohlenhydraten unmittelbar nach dem Training. Tauglich ist hier vor
allem Traubenzucker - 30 Gramm, aufgelöst in Wasser -
alternativ
aber auch eine Banane. Dadurch wird der Abbau von Muskelmasse durch den
Nachbrenneffekt verhindert und die Regeneration des Körpers
gefördert.




