Zahnlücke



Zahnlücke oder Brücke?

Zahn -und Kieferprobleme sind sicherlich keine Seltenheit, denn immerhin reduziert jeder Bundesbürger im mittleren Alter sein Gewicht durch durchschnittlich 6 fehlende Zähne. Vielen erscheint das Problem belanglos, da es sich vielfach um Backenzähne im nicht sichtbaren Bereich handelt und ja noch der Rest der Zähne die Arbeiten der fehlenden mit übernimmt.

Leider ist es so nicht ganz korrekt, denn das Gebiss ist eine bewegliche Einrichtung, die auf Veränderungen jeglicher Art, wie ein fehlender Zahn, relativ schnell reagiert. Der Sitz eines Zahnes wird durch seine Nachbarzähne bestimmt. Fehlt irgendwo in dem System ein Zahn, verändern die anderen Zähne leicht ihre Lage, durch den Freiraum, den Kontakt mit den gegenüberliegenden Zähnen und dem permanenten Kaudruck.

Die Folgen sind: Der gegenüberliegende Zahn wächst bis zu einem Kontakt mit anderen Zähnen weiter heraus und die Zahnreihen verschieben sich, was die Kaufunktion und die Reinigung der Zähne beeinträchtigen kann, da durch eine Veränderung der Zahnlage einige Zwischenräume für die Zahnbürste schwer zugänglich werden und auf Sicht dadurch Karies entstehen kann.

Eine Zahnlücke, nicht hervorgerufen durch einen fehlenden Zahn entsteht schon bei den Milchzähnen auf Grund einer Störung vor dem normalen Zahnwechsel. Die Milchzähne dienen als Wegbereiter der nachwachsenden eigentlichen Zähne und geben auch deren Richtung im Kiefer an. Entsteht hier eine Problematik, welche nicht von außen korrigiert wird, wachsen die nachfolgenden Zähne schief und es kann im Schneidezahnbereich eine Lücke entstehen.

In späteren Jahren prägen natürlich die Zähne auch das äußere Erscheinungsbild des Menschen. Gerade im Bereich der Schneidezähne kann die Ästhetik dadurch sehr gestört werden, was sich auch im beruflichen Werdegang nicht unbedingt als positiv erweisen muss.

Wie kann das Problem der Zahnlücke gelöst werden?

Dazu gibt es drei Möglichkeiten: Ein Überkronen der beiden Vorderzähne, um die Lücke zu schließen, ein Implantat oder die CBW- Methode.

Die Standardbrücke:

In diesem Fall wird der Zahn links und rechts der Zahnlücke bis zu einem Stift abgeschliffen und überkront, so das durch das Überkronen die Lücke geschlossen wird. Der Nachteil dieser häufig angewendeten klassischen Brücke besteht darin, dass zwei gesunde Zähne der Überkronung zum Opfer fallen und die Stümpfe später
einmal absterben können, hervorgerufen durch den Schleifprozess am Anfang.

Das Implantat:

Diese Form des Zahnersatzes besteht darin, dass ein Implantat die Zahnwurzel ersetzt. Diese Methode ist zwar etwas langwieriger aber dafür sehr gut. Das Implantat wird in den Kiefer gebohrt und muss dort ca. 6 Monate
einwachsen, um anschließend den Zahnersatz aufzunehmen. Hierbei bleiben die Nachbarzähne völlig unangetastet, auch eine Rückbildung des Kieferknochens ist ausgeschlossen.

Die Klebebrücke oder CBW-Methode:

Diese Methode ist eine positive und schonende Abwandlung der klassischen Brücke. Hauptsächlich bei jungen Leuten wird diese Methode angewandt, um die Eckzähne zu schonen. Diese werden nur auf der Rückseite aufgeraut und die Flügel des Zahnersatzes von hinten aufgeklebt.




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