Kalte Hände / Kalte Füße



Kalte Hände und kalte Füße kann man nicht nur im Winter bei Minusgraden haben. Vor allem Frauen sitzen häufig selbst bei Zimmertemperatur mit eiskalten Fingern über ihrer Computertastatur, und haben sogar nachts im Bett so eiskalte Füße, dass sie nicht einschlafen können.

Es ist kein Zufall, dass vor allem Frauen von diesem Phänomen betroffen sind. Wärme wird in unseren Muskeln produziert, und Frauen haben weniger Muskelmasse als Männer. Mit regelmäßigem Krafttraining lässt sich dieser biologische Nachteil aber zumindest etwas ausgleichen.

Kalte Extremitäten haben etwas mit mangelnder Durchblutung zu tun. Wenn das Blut nicht ausreichend zirkulieren kann, werden Hände und Füße kalt, da unser Organismus zuerst die wichtigen inneren Organe und das Gehirn mit Blut versorgt. Mangelnde Durchblutung kann einerseits durch zu wenig Bewegung entstehen, andererseits aber auch durch falsche Kleidung.

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt und abends nach Feierabend vor dem Fernseher, braucht sich also nicht darüber zu wundern, dass er keine mollig warmen Füße hat. Hier hilft es, eine Weile zu laufen, mit Händen und Füßen in der Luft zu kreisen oder ein paar andere gymnastische Übungen zu machen, um den Kreislauf anzuregen.

Der Blutfluss kann aber auch durch zu stramm sitzende Socken oder Strümpfe behindert sein, sowie durch zu enge Schuhe und Stiefel. Man sollte also darauf achten, dass die Füße und Waden nicht eingeschnürt sind und man die Zehen noch gut bewegen kann.

Gegen kalte Hände und Füße helfen Massagen. Besonders gut eignen sich kleine Igel-Bälle, auf denen man mit den Füßen hin und her rollen, und die man bequem in den Händen kneten kann. Ein guter Nebeneffekt dieser Massagen ist, dass dadurch die Reflexzonen im ganzen Körper angeregt werden.  Damit das Blut nicht zu zähflüssig wird und gut fließen kann, sollte man zudem ausreichend trinken.

Das beliebteste und sicherste Mittel gegen die kalten Hände und Füße ist aber immer noch Wärme. Ein ansteigendes Fußbad wirkt bei kalten Füßen wahre Wunder. Am besten reibt man die Füße anschließend noch mit einer durchblutungsfördernden Creme ein. Auch die Unterarme kann man eine Weile in warmes Wasser tauchen, um die Zirkulation anzuregen. Wer unter extrem kalten Händen leidet, kann sich kleine Handwärmer besorgen, die mit Batterien betrieben werden.

Da kalte Hände und Füße aber nicht nur unangenehm sind, sondern auch Hinweise auf diverse Krankheiten sein können, sollte man stets seinen Arzt darüber informieren. Denn es kann durchaus sein, dass eine Herzerkrankung vorliegt oder eine Erkrankung der Schilddrüse. Auch Diabetes führt in vielen Fällen dazu, dass die Extremitäten unzureichend durchblutet werden.


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